Was aus der Wissenschaft bekannt ist
Die Realität eines Menschen ist das, woran der Mensch glaubt.
„Voodoo death“ (Walter B. Cannon 1942). Der amerikanische Physiologe beschrieb Fälle von Aborigines und Maori, die, nachdem sie ein Tabu gebrochen hatten oder Opfer des „Zeigens mit dem Knochen“ geworden waren, innerhalb von einigen Stunden bis zu einem Tag starben. Die Autopsie ergab keine organischen Ursachen; Cannon verband die Todesfälle mit einer akuten Adrenalinreaktion der Angst.
„Psychogenic death of Mr J“ (1979) - Ein 37-jähriger Mann starb einen Tag, nachdem er entschieden hatte, dass eine Wirbelsäulenoperation ihn „dem Untergang geweiht“ habe; die Obduktion zeigte keine Pathologie.
„Hex death“ (C K Meador, 1992) - Ein Patient mit minimalem Magenkrebs verlor das Bewusstsein und starb unmittelbar nach den Worten des Arztes, dass ihm „nicht mehr lange zu leben bleibe“. Der Autor zeigte, dass Angst, die durch Autorität verstärkt wird, einen tödlichen Nocebo-Effekt auslöst.
Stress-Kardiomyopathie („Syndrom des gebrochenen Herzens“, Takotsubo-Syndrom). Ein akuter emotionaler Schock, Verlust, Streit oder sogar ein Lottogewinn, verursacht eine plötzliche schwere Schwächung des linken Ventrikels, Arrhythmie und Schock. In seltenen Fällen endet dies trotz fehlender Koronarstenose mit einem Herzeinriss und dem Tod.
„Give-up-itis“ (passives Erlöschen des Lebenswillens). Dokumente über Kriegsgefangene des Koreakriegs, Häftlinge in Konzentrationslagern und Schiffsunglücke beschreiben aufeinanderfolgende Stadien: sozialer Rückzug -> Apathie -> Verweigerung von Nahrung oder Wasser -> Herzstillstand nach 2-3 Wochen. Der Neuropsychologe John Leach verband das Phänomen mit einem Dopaminmangel in frontal-striatalen Schaltkreisen. Hoffnungslosigkeit und der vollständige Verlust eines Ziels hemmen die limbischen und präfrontalen Schaltkreise, die Initiative und Atmung steuern.